Burcleon

Peter Rödel

Die meisten Wirtschaftsschüler/innen haben nach der Schule im Idealfall einen Ausbildungsplatz, aber in der Regel noch keinen richtigen Plan, wohin die Reise des Lebens einmal gehen wird.

Der 17-jährige Peter Rödel aus Engelsberg wusste da schon, dass er „etwas starten“ will. Fünf Jahre später ist sein Startup-Unternehmen eine bekannte Größe in der Chiemgauer Modewelt. „Google, frag nach Burcleon“, steht groß auf einem Banner am Trostberger Ortseingang. Wer Google die Frage tatsächlich stellt, landet auf der Webseite eines eindrucksvollen hippen Modeladens in der Trostberger Innenstadt. Es ist der Laden von Peter Rödel. Seinen Kleidungsladen kann man virtuell in einer 3D Simulation besuchen. Oder man schaut kurzerhand selber vorbei. Dort fällt als erstes auf, wie perfekt durchdesignet der Laden ist. Beginnend beim Hochglanz-Parkett bis zu den kunstvollen ausgeleuchteten Kleidungsstücken und Handtaschen. Peter Rödel lächelt, wenn man ihm Komplimente zu seinem tollen Laden macht und zeigt ein Foto, wie es vorher ausgesehen hat. Ein modriger Altbau, Schimmel an den Wänden. „Wir haben das alles selbst renoviert“, erzählt er.

„Do it yourself“ ist einer der Eckpfeiler von Burcleon. Es begann mit einer Handtasche, die Peter Rödel mit seinem Kumpel kreiert hat. „Wir hatten überlegt, was ist das schwierigste in der Mode – Haute Coutoure oder Handtaschen? Und haben einfach begonnen, unsere erste Handtasche zu entwerfen.“ Heute ist er stolz auf das Produkt, das er inzwischen in seinem Laden präsentieren kann. Der Weg dorthin war ein langer voller Fehler und Erfahrungen. „Aus Fehlern lernt man. Alles was man hier sieht ist aus 95% Fehlern entstanden.“ Mit Sätzen wie diesen lässt sich nur erahnen, wie viel Arbeit Peter Rödel in seine Produkte und seinen Laden gesteckt hat. Denn das Ergebnis sieht perfekt aus.

Außergewöhnlich ist neben dem Alter des Unternehmers auch seine Philosphie. Es reicht ihm schon lange nicht mehr, nur für sich selbst anzupacken. Inzwischen packt er auch für seine „Chiemgau Unicorns“ Partner mit an und versucht, dass durch den gemeinsamen Auftritt im Pop-Up-Store auch andere Chiemgauer Marken und Unternehmen profitieren können. Peter Rödel hat nie vergessen, wie oft er als unbekannter Startup bei manch großem Unternehmer abgeblitzt ist. Sich selbst hat er deshalb die Philosophie verordnet, „immer ein bisschen mehr zu geben als zu nehmen“ und offen für die Ideen der anderen Unternehmer zu sein. Damit ist er natürlich ein idealer Partner der Wirtschaftsförderung, die sich ja nichts weniger auf die eigenen Fahnen geschrieben hat.

Wie ist überhaupt der Kontakt zwischen Peter Rödel und der WiFö entstanden? „Ich hatte Glück: Als junger Unternehmer war ich bei der Arbeitsagentur. Meine Beraterin hat den Kontakt zur WiFö hergestellt. Harald Schwarzbach lud mich zum Sommerempfang nach Ising ein. Dort zeichneten sie mich völlig überraschend als Jungunternehmer des Jahres aus.“

Burcleon besucht man am besten im Laden in Trostberg oder im Internet unter https://www.burcleon.com