Bildung

Landkreis Traunstein ist "Bildungsregion in Bayern"

Bayerns Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle hat das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ an den Landkreis Traunstein verliehen. Die Urkunden und eine repräsentative Messingtafel als sichtbares Zeichen für die Ehrung hat Landrat Siegfried Walch aus den Händen von Minister Spaenle entgegengenommen.

Bei der Verleihung hob der Minister hervor: „Die Schulfamilien im Landkreis Traunstein haben mit den Kommunen bei der Bildung Hand in Hand zusammengearbeitet und dabei sehenswerte Ergebnisse erzielt. Die gemeinsam entwickelten Projekte und ausgebildeten Strukturen helfen dabei, den jungen Menschen in der Region bestmögliche Bildungschancen zu eröffnen.“ In den vergangenen Jahren sei ein Netzwerk über administrativen Grenzen hinweg aufgebaut, sowie ein breit gefächertes schulisches und außerschulisches Angebot geschaffen worden. „Mit ihrem Engagement investieren die Akteure in die Zukunft junger Menschen und ihrer Region. Ich danke allen, die sich hierbei einbringen“, so der Minister.

Zu den best practice Beispielen im Landkreis Traunstein zählen z. B.:

  • das „MORO-Projekt“, bei dem Mittelschüler auf die Lehre vorbereitet werden, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken
  • das Projekt „Roadshow“ zur Berufsorientierung
  • das „Zirkusprojekt Firananda“ für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher kultureller Herkunft.

Von den 96 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten beteiligen sich bereits drei Viertel an der Initiative, die der bayerische Kultusminister Dr. Spaenle im Einvernehmen mit dem Sozialministerium im Jahr 2012 ins Leben rief. In Oberbayern tragen neben dem Landkreis Traunstein bereits die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Berchtesgadener Land, Ebersberg, Erding, Garmisch-Partenkirchen, Miesbach, Mühldorf, Pfaffenhofen an der Ilm, Starnberg sowie die Stadt Ingolstadt und die Landeshauptstadt München das Qualitätssiegel.

Um das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ zu erhalten, müssen fünf Handlungsfelder intensiv bearbeitet werden. So geht es darum:

  • Übergänge zwischen einzelnen Einrichtungen fließender zu gestalten, etwa von Kindergärten zu Schulen, von Schulen zu Unternehmen usw.,
  • schulische und außerschulische Bildungsangebote zu vernetzen,
  • jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen,
  • die Bürgergesellschaft zu stärken und dazu auch z. B. die Schulen und die Jugendarbeit enger zu verbinden und die Herausforderungen des demographischen Wandels proaktiv zu gestalten.

Am Ende des Prozesses, der sich je nach Gebietskörperschaft verschieden gestalten und unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen kann, steht das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“. Dieses verleiht das Ministerium nach einer Prüfung des jeweiligen Konzepts und der Umsetzungsschritte.