„Jeder ist ein Glied der Kette...“

Erfolgsgeschichte der Firma Halton in Reit im Winkl
Produkte für angenehmeres Klima in Großküchen

Vielleicht ist es erst der Anfang einer Erfolgsgeschichte: Vor 11 Jahren übernahm das finnische Unternehmen Halton die Reit im Winkler Firma Wimböck und schaffte es, innerhalb von 10 Jahren sowohl Umsatz als auch Zahl der Mitarbeiter mehr als zu verdoppeln und schließt  2017 mit einem Rekordjahr ab – über 18 Millionen Euro Umsatz stehen zu Buche. Ehrgeizige Ziele und Projekte lassen ahnen, dass diese Firma, die Küchenlüftungsdecken und -hauben herstellt, auch in den nächsten Jahren im Landkreis ein Garant für Wachstum und Expansion sein wird. Eine Philosophie begleitet diesen Weg: „Wohlbefinden ermöglichen“ - sie gilt für Produkte und Mitarbeiter.

Sein Name ist untrennbar mit dem Reit im Winkler Unternehmen Halton verbunden: Heinz Ritzer, der vor 30 Jahren als junger Ingenieur in der alteingesessenen Firma Wimböck  für den Bereich Entwicklung eingestellt wurde.

Der Tiroler aus Rettenschöss bei Kufstein dehnte den internationalen Vertrieb bald bis nach Südostasien aus. Eng verbunden war der 52jährige  mit dem tiefgreifenden Einschnitt in seiner Firma: Peter Wimböck war aus finanziellen Gründen 2006 gezwungen, den elterlichen Betrieb zu verkaufen - an das finnische Unternehmen Halton, das damit einen interessanten Mitbewerber übernahm. Halton, das heute aus etwa 50 Niederlassungen mit 1600 Mitarbeitern auf der ganzen Welt besteht, kaufte das gesamte Betriebsgelände und setzte Heinz Ritzer als Geschäftsführer ein.

Vieles änderte sich jetzt: „Wir haben Produkte und Effizienz mit Hilfe der Halton-Patente verbessert und die Produktion optimiert“, resümiert Heinz Ritzer. Daneben, so der Geschäftsführer, schuf er mit seiner Mannschaft „einen neuen Esprit.“ 

Alle Mitarbeiter werden regelmäßig bei Ansprachen über die aktuellen Zahlen ihrer Firma informiert. „Dies fördert das Vertrauen und die Verbundenheit zum Arbeitgeber. Mir ist die persönliche Ebene mit allen Mitarbeitern wichtig, denn jeder ist ein Glied der Kette.“ Geselligkeit wird bei Halton groß geschrieben: Sommerfest, Betriebsausflug, Ansprachen mit Brotzeit und Umtrunk,  Sportveranstaltungen und viele kleinere Unternehmungen in den verschiedenen Abteilungen. Nicht selten ist ein finnischer Gast dabei, der das Feiern der Reit im Winkler Kollegen sehr genießt….
Nach drei Jahren sah Ritzer Licht am Ende des Tunnels und  der Durchbruch war geschafft: Seit 2009 verbucht das Unternehmen Halton in Reit im Winkl Gewinne und steigert sie jedes Jahr – 2017 mit einer Rekordsumme von etwa 18,2 Millionen Euro. Jährlich werden über 400 Küchenabluftdecken mit einer Größe zwischen 40 und 1000 Quadratmetern verkauft, die dank ihrer Technik die Küchenabluft besonders behandeln und reinigen. Daneben sorgt eine „bedarfsgerechte Lüftungssteuerung“ automatisch für die optimale Luftmenge, die sich dem Kochprozess anpasst und dabei etwa 50 Prozent Energie einspart.

Halton als größter Arbeitgeber in Reit im Winkl
Halton in Reit im Winkl ist mit 140 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber  und neben dem Tourismus ein wichtiges Standbein der Alpengemeinde. Heinz Ritzer weiß die Schönheit des Berg- und Skidorfes gut zu nutzen: „Die idyllische Lage von Reit im Winkl drückt unsere Philosophie aus: Wohlbefinden ermöglichen.“ Und dies wird gleich mehrfach umgesetzt: Einmal für die eigenen Mitarbeiter, die gerade in eine neue helle und arbeitsfreundliche Halle umgezogen sind, ausgestattet mit einem hochwertigen LED-Lichtsystem und einer modernen Vakuum-Absauganlage. Zum anderen für die eigenen Produkte, denn die Lüftungssysteme von Halton gestalten  Küchen angenehmer, was sich auf Luft, Licht und Atmosphäre auswirkt. Und schließlich empfängt Halton viele Besucher in Reit im Winkl, die individuell betreut werden und die herrliche Natur hautnah erleben. Allein für diese Gruppe verbucht die heimische Tourist Info über 1000 Übernachtungen.

Die Erfolgsgeschichte von Halton in Reit im Winkl wird weiter geschrieben: Ein neues Lichtsystem taucht Küchen künftig in ein völlig neues Licht: maximale Farbwiedergabe und Plastizität, also etwa der Struktur von Speisen, angepasste Helligkeit – und alles automatisch gesteuert. „Damit haben wir uns eine Insel innerhalb der Halton-Gruppe geschaffen“, berichtet Heinz Ritzer stolz. Daran arbeiten Spezialisten in der kommenden Zeit intensiv. Gleichzeitig stehen neue Ideen und Entwicklungen vor der Tür: Hygiene und Schall in Verbindung mit den Halton-Küchendecken sollen verbessert werden. Alles nach dem Halton-Grundsatz: größtmögliches Wohlbefinden in den Arbeitsräumen schaffen.